Lehrgangsbeschreibung «Medizinischer Masseur mit eidg. Fachausweis / Medizinische Masseurin mit eidg. Fachausweis» (BP)
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Zielgruppe:
- Gelernte Masseurinnen und Masseure mit Berufserfahrung und älteren Abschlüssen (z.B. vom SRK), die ihre Kompetenzen mit dem eidg. Fachausweis belegen wollen
- Berufsleute aus dem Gesundheitswesen, die ihre Kompetenzen erweitern möchten
- Quereinsteiger/innen, die im Bereich des Gesundheitswesens tätig werden möchten
Abschluss:
Berufsprüfung (BP) mit Abschluss: eidg. Fachausweis
Titel:
Eidgenössisch anerkannter und geschützter Titel:
- Auf Deutsch: Medizinischer Masseur mit eidgenössischen Fachausweis / Medizinische Masseurin mit eidgenössischem Fachausweis
- Auf Französisch: Masseur médical avec brevet fédéral / Masseuse médicale avec brevet fédéral
- Auf Italienisch: Massaggiatore medicale con attestator professionale federale / Massaggiatrice medical con attestator professionale federale
Auf Englisch: Medical Masseur / Medical Masseuse, Federal Diploma of Higher Education (Achtung: Kein geschützter Titel, nur eine Empfehlung)
Dauer und Umfang:
- Die Ausbildung dauert 4 Semester Vollzeit und 6 – 8 Semester berufsbegleitend. Sie besteht aus einem schulischen Teil und einem klinischen Praktikumsteil.
- In der Regel finden die Lektionen an zwei Werktagen pro Woche oder wöchentlich an einem Werktag und Samstag statt.
- Der individuelle Zeitaufwand für Selbststudium und Prüfungsvorbereitung beträgt im Durchschnitt weitere vier bis sechs Stunden pro Woche.
Voraussetzungen für die Zulassung zur Berufsprüfung:
- Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder gleichwertiger Abschluss
Und
- Mindestens ein Jahr Berufspraxis
Und
- Erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen
Und
- Kein Eintrag im Zentralstrafregister, der mit dem Prüfungszweck unvereinbar ist
Ausserdem:
- Die Ausbildung zum Medizinischen Masseur / zur Medizinischen Masseurin muss ein Praktika in der Gesundheitspflege und Klinik beinhalten.
Vermittelte Kompetenzen:
Der eidg. Fachausweis bestätigt, die Fähigkeit, medizinische Massagen nach ärztlicher Verordnung durchzuführen oder eine eigene Praxis für medizinische Massage zu betreiben.
Wer diese Ausbildung mit Erfolg absolviert hat, ist in der Lage, ärztliche Verordnungen angemessen umzusetzen und eigene Befunde zu erheben, verschiedenste Massagetechniken und Methoden der physikalischen Therapie anzuwenden, die Klienten in gesundheitlichen Fragen zu beraten, die eigene Praxis administrativ und organisatorisch zu führen und die Sicherheit und Hygiene der Praxis und der technischen Einrichtungen sicherzustellen.
Themenschwerpunkte:
Daten erheben, interpretieren und dokumentieren, Massnahmenkonzept erstellen, Massnahmen durchführen, Kommunikationsprozesse, Beziehungsgestaltung, Zusammenarbeit, Bewältigung von Konflikten, Arbeitsplatz gestalten, Gewährleistung der Organisation und Administration, Sicherung der Qualität, Berufliches Umfeld pflegen, Lebenslanges Lernen, Praktika
Kosten:
- Lehrgangsgebühren: Zwischen CHF 33'800.– und CHF 36'800.–
- Prüfungsgebühr für die Berufsprüfung: CHF 3'000.– (Stand August 2025)
- Extrakosten: Oft müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen für zum Beispiel Lehrmittel, Schulungsunterlagen und Simulationsprüfungen. Informieren Sie sich bitte direkt beim Anbieter Ihrer Wahl, welche Zusatzkosten Sie, nebst den Lehrgangsgebühren und der Prüfungsgebühr, zu erwarten haben.
Seit 1.1.2018 werden die Vorbereitungskurse auf eidgenössische Berufsprüfungen / eidgenössische höhere Fachprüfungen vom Bund finanziell unterstützt. Absolvierende dieser Lehrgänge können deshalb nach Ablegen der eidgenössischen Prüfung bis zu 50% der bezahlten Kurskosten zurückerstattet bekommen.
In Härtefällen werden die Bundesbeiträge ausnahmsweise auch im Voraus ausbezahlt. Weitere Informationen dazu sind auf www.sbfi.admin.ch zu finden.
Folge-Weiterbildungen im Anschluss an den Lehrgang Medizinischer Masseur / Medizinische Masseurin (BP):
- Aktivierungsfachmann HF / Aktivierungsfachfrau HF (Höhere Fachschule)
- Pflegefachmann HF / Pflegefachfrau HF (Höhere Fachschule)
- Mit einer Maturität: Bachelor of Science (FH) in verwandten Bereichen, z.B. Phyiotherapie oder Pflege (Fachhochschule)
- Nachdiplomstudiengänge an Höheren Fachschulen (NDS-HF) und Fachhochschulen (CAS, DAS, MAS), z.B. in Physiotherapie
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