Was ist Design Thinking? Was zeichnet den Ansatz aus?

Design Thinking ist eine iterative und kundenzentrierte Methode, um komplexe Probleme zu lösen und neue Ideen zu entwickeln. Design Thinking gehört zu den agilen Ansätzen, wie zum Beispiel Scrum und Kanban. Agile Ansätze bieten Teams und Unternehmen die Möglichkeit, in kurzer Zeit auf Veränderungen zu reagieren, ein Projekt beispielsweise schnell geänderten Kundenbedürfnissen anzupassen.

Im Gegensatz zu Scrum und Kanban, mit welchen bereits feststehende Ideen/Lösungen umgesetzt werden, eignet sich die Design Thinking Methode besonders für die frühen Phasen des Innovationsprozesses, wenn beispielsweise noch keine Geschäftsidee besteht. Der offene Prozess lässt viele Ideen zu, von denen viele wieder verworfen werden, bis eine überzeugende Idee oder Lösung vorliegt.

Die Design Thinking Methode verdankt ihren ersten Teil des Namens der Arbeitsweise von Designern, die bei ihrer Arbeit einem intuitiven Prozess folgen, der auf Beobachtung basiert und auf die Nutzung fokussiert. Der zweite Teil des Namens «Thinking» («Denken») steht für die Recherche und die Untersuchung der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der angedachten Lösungen.

Entwickelt hat sich Design Thinking aus dem Industrie-Design, das sich auf die Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen mit hoher Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse fokussiert. So kombiniert Design Thinking das Offene, Kreative und Flexible mit dem Systematischen und Strukturierten – ein unschlagbares Team für unterschiedliche Fragestellungen und Problembereiche.

Wesentliche Faktoren der Design Thinking Methode:

  • Team: Kennzeichnend für Design Thinking ist die grosse Offenheit für Ideen, Feedbacks, unterschiedliche Meinungen und Diversität. Je diverser, also interdisziplinärer ein Team zusammengesetzt ist – so der Ansatz, desto unterschiedlichere Sichtweisen kommen zusammen, bereichern den Prozess und können vielfältige Innovationen erschaffen.
  • Raum: Typisch für Design Thinking ist die flexible und frei gestaltbare Arbeitsumgebung, zum Beispiel mit bewegbaren Möbeln, Stehtischen, Whiteboards usw. Ebenfalls wichtig ist eine grosse Auswahl an Arbeitsmaterialen, damit das Team rasch einen Prototyp erstellen kann.
  • Iteration: Schliesslich ist der iterative Design Thinking Process zentral. Dies bedeutet, dass die Teams die einzelnen Schritte so oft wiederholen, bis sie eine Lösung gefunden haben, die dem Nutzer/der Nutzerin gefällt. Insgesamt besteht der Design Thinking Process aus sechs Phasen: Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln, Testen.

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