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Weiteres Beispiel Medizinische Masseurin mit eidg. Fachausweis: CHF 800'000 mehr Lohn bis zur Pensionierung

Die 23-jährige Marita arbeitet als Dentalassistentin EFZ in einer Zahnarztpraxis in Herisau. Dabei kümmert sie sich um einen reibungslosen Arbeitsablauf im Praxisalltag. Ihr gefällt die planerische und administrative Tätigkeit rund um Empfang und Betreuung der Patientinnen und Patienten. Marita optimiert den Behandlungsablauf durch Vorbereitungsarbeiten, Aufrufen sowie Platzieren der Patienten. Sie assistiert zudem ihrem Zahnarzt bei seinen zahnmedizinischen Behandlungen durch Absaugungsarbeiten, Richten und Reichen von Materialien sowie Erstellen von Röntgenaufnahmen. Beim Aufräumen und Reinigen der Behandlungsräume nach der Behandlung beachtet Marita die strikten Hygienevorschriften. Sie sterilisiert sämtliche Instrumente. Am Empfang der Arztpraxis führt Marita aber auch Telefongespräche, erledigt Terminvereinbarungen und bietet Patienten für regelmässige Zahnkontrollen auf. In der Dentalassistenz zeigt sie Einfühlvermögen, Dienstleistungsbewusstsein, Organisationsfähigkeit und arbeitet zuverlässig. Marita würde aber gerne beruflich selbständiger arbeiten können und auch selber Behandlungen ausführen zu können. Deshalb hat sie sich entschieden, eine Weiterbildung zur Medizinischen Masseurin zu besuchen. Durch diese Berufsprüfung kann Marita Menschen mit diversen Massagemethoden und -techniken zur Prävention, Therapie oder Rehabilitation behandeln. Als Medizinische Masseurin wählt sie die passende Behandlungstechnik anhand der Probleme und Bedürfnisse ihrer Patienten. Marita erhebt vor der Behandlung alle relevanten Daten und interpretiert zusätzlich vorgängig ärztliche Diagnosen und Verordnungen. Daraus erstellt sie den passenden Behandlungsplan und führt die entsprechende Behandlung durch, um die normale Bewegungsfunktion zu erhalten und zu fördern. Marita achtet auf Hygiene, Wahrung der Privatsphäre, Arbeitssicherheit und Datenschutz. Bezüglich der administrativen Tätigkeiten ist sie als ehemalige Dentalassistentin sehr fachkundig. Dank des eidgenössischen Fachausweises kann Marita als Angestellte in einer Therapiepraxis starten. Mit dem anerkannten Abschluss als Medizinische Masseurin ist aber auch der Aufbau und die Führung einer eigenen Praxis möglich. Marita erhielt durch die Massage-Weiterbildung auch höhere Verdienstmöglichkeiten sowie bessere Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt.

Finanzieller Nutzen der Weiterbildung Medizinische Masseurin

Marita wird als Medizinische Masseurin monatlich CHF 1’676 mehr Lohn erhalten als vorher und dadurch bis zu ihrer Pensionierung mindestens CHF 800’000 mehr zur Verfügung haben, als wenn sie keine Weiterbildung gemacht hätte.

Da in dieser theoretischen Berechnung keine weiteren Lohnerhöhungen, Beförderungen und Sparzinsen berücksichtigt sind, kann der Lohn sich noch deutlich steigern.

Berechnung im Detail

Weiterbildung Medizinische Masseurin BP:

  • 36 Monate, berufsbegleitend
  • Schulgeld, Unterlagen: CHF 34’000 minus CHF 9’500 Bundesbeiträge = CHF 24’500
  • Prüfungsgebühr: CHF 3’000
  • Total Ausbildungskosten: CHF 27’500

Lohndifferenz und Renditeberechnung:

  • Lohndifferenz zwischen der Stelle als Dentalassistentin EFZ und der Stelle als Medizinische Masseurin: CHF 5’800 - CHF 4’124 = CHF 1’676 pro Monat und CHF 21’788 pro Jahr (13 x CHF 1’676 = CHF 21’788)
  • Die gesamten Ausbildungskosten von CHF 27’500 holt sie mit dem höheren Lohn als Medizinische Masseurin in gut 16 Monaten wieder herein (CHF 27’500 / CHF 1’676 pro Monat = 16,4 Monate)
  • In den verbleibenden 38 Jahren bis zu ihrer Pensionierung (26 bis 64) werden sich diese Mehreinnahmen auf CHF 827’944 summieren (38 x CHF 21’788 = CHF 827’944)
  • Wenn man von diesen Mehreinnahmen die Ausbildungskosten abzieht, bleibt eine Summe von rund CHF 800’444, die ihr zusätzlich zur Verfügung steht (CHF 827’944 – CHF 27’500 = CHF 800’444)

Quellen:

  • Die Ausbildungskosten entsprechen einem Mittelwert der angebotenen Lehrgänge in der Deutschschweiz.
  • Die Löhne wurden im Lohnrechner des Bundes www.salarium.ch mit folgenden Einstellungen erhoben:
  • Berechnungen als Dentalassistentin EFZ vor der Berufsprüfung:
    • Region: Ostschweiz
    • Branche: 86 Gesundheitswesen
    • Berufsgruppe: 53 Betreuungsberufe
    • Stellung im Betrieb: Stufe 5 ohne Kaderfunktion
    • Wochenstunden: 42 Stunden
    • Ausbildung: Abgeschlossene Berufsausbildung
    • Alter: 23 Jahre
    • Dienstjahre: keine Angaben
    • Unternehmensgrösse: Weniger als 20 Beschäftigte
    • 12/13 Monatslohn: 13 Monatslohn
    • Sonderzahlungen: nein
    • Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
    • Resultat: Zentralwert (Median) von CHF 4'124
  • Berechnungen nach der Berufsprüfung:
    • Region: Ostschweiz
    • Branche: 86 Gesundheitswesen
    • Berufsgruppe: 32 Assistenzberufe im Gesundheitswesen
    • Stellung im Betrieb: Stufe 3+4 Unteres Kader
    • Wochenstunden: 42 Stunden
    • Ausbildung: Höhere Berufsausbildung, höhere Fachschule
    • Alter: 26 Jahre
    • Dienstjahre: keine Angaben
    • Unternehmensgrösse: Weniger als 20 Beschäftigte
    • 12/13 Monatslohn: 13 Monatslohn
    • Sonderzahlungen: nein
    • Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
    • Resultat: Zentralwert (Median) von CHF 5’800

(Alle Angaben Stand Februar 2020)

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