Wie läuft ein Krankheitsbewältigungs-Prozess ab?

Wie läuft ein Krankheitsbewältigungs-Prozess ab?

Um ein besseres Verständnis für den Prozess der Krankheitsbewältigung zu erhalten, wurden insgesamt 5 Phasen definiert, die helfen sollen zu verstehen, in welcher Situation sich ein Patient gerade befindet.

  1. Schock / Verleugnung: Die Konfrontation mit der Diagnose kann zu einem Schock führen. Es wird in der Regel versucht die “Bedrohung“ zu verleugnen und sie dadurch zu reduzieren, womit sie gleichzeitig aber schrittweise angenommen wird.
  2. Aggression: Diese Phase ist geprägt von Ungeduld, Ablehnung gegenüber Ratschlägen und Therapieangeboten, kombiniert mit Sinnfragen, wie zum Beispiel “Warum ich?"
  3. Depression: Durch die Erkrankung verursachten Funktionseinschränkungen, Veränderung der sozialen Rolle oder auch existenzielle Sorgen können eine Depression begünstigen.
  4. Verhandeln: Verhandeln meint in dieser Phase nicht nur hinsichtlich der Behandlungsmethoden/Ärzten sondern eben auch mit dem eigenen “Schicksal“.
  5. Akzeptanz / Annehmen: In dieser Phase wird die Erkrankung angenommen.

Dabei ist anzumerken, dass es sich bei diesem Krankheitsbewältigungs-Prozess um keinen linearen Ablauf handelt. Vielmehr wechseln sich die Phasen ab, laufen parallel zueinander, wiederholen sich oder manchmal wird auch eine Phase übersprungen.