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Lohnerhöhung nach Abschluss des Lehrgangs «Biomedizinische Analytikerin / Biomedizinischer Analytiker (HF)»

Das eidgenössische Diplom «Biomedizinische Analytikerin / Biomedizinischer Analytiker HF» bescheinigt Ihnen eine Weiterbildung auf der Stufe der höheren Berufsbildung. Diese Weiterbildung ermöglicht Ihnen, selbständig anspruchsvollere Arbeite auszuführen, was sich üblicherweise auch deutlich im Lohn niederschlägt.

Wie das konkret aussieht, können Sie mit einer Berechnung im statistischen Lohnrechner des Bundes «Salarium» herausfinden.

Wir haben einen Fall als Beispiel für Sie durchgerechnet: Ein 26jähriger gelernter Laborant arbeitet in einem grösseren medizinischen Labor in Basel. Sein Lohn beträgt rund CHF 5´300 pro Monat. Weil er gerne selbständiger arbeiten und sich an interessanten Forschungsprojekten beteiligen möchte, beschliesst er, sich mit einem HF-Studium als dipl. Biomedizinischer Analytiker weiterzubilden. Nach Abschluss des Studiums wird er eine neue Stelle im Forschungsbereich eines grösseren Pharmakonzerns antreten können. Sein neuer Biomedizinischer Analytiker Lohn wird rund 7'600 betragen. Er wird also pro Monat CHF 2´300 oder 43% mehr verdienen als vorher.

Ihre persönlichen Lohnchancen als Biomedizinische Analytikerin / Biomedizinischer Analytiker hängen von verschiedenen Kriterien wie der Branche, der Region, Ihrem Arbeitgeber, Ihren bisherigen Ausbildungen, Ihrer Berufserfahrung und Ihrem Alter ab. Mit dem Lohnrechner «Salarium» können Sie Ihre potenzielle Lohnerhöhung so berechnen.

Klicken Sie auf den Button «Lohn berechnen»

  • REGION:  Wählen Sie Ihre Region / Ihren Arbeitsort (im Beispiel Nordwestschweiz)
  • BRANCHE:  Wählen Sie Ihre Branche (im Beispiel 72 Forschung und Entwicklung)
  • BERUFSGRUPPE:  geben Sie «Biomedizinischer Analytiker HF» ein, dann schlägt Ihnen Salarium die zugehörige Berufsgruppe vor: 32 Assistenzberufe im Gesundheitswesen
  • STELLUNG IM BETRIEB:   Kaderfunktion
  • WOCHENSTUNDEN:  42
  • AUSBILDUNG:  Höhere Berufsausbildung, höhere Fachschule
  • ALTER:  Ihr geschätztes Alter nach Abschluss der Weiterbildung (im Beispiel 30)
  • DIENSTJAHRE:  Ihre Anzahl Dienstjahre (im Beispiel 0)
  • UNTERNEHMENSGRÖSSE:  Im Beispiel 50 und mehr Beschäftigte
  • 12/13 MONATSLOHN:  12 Monatslöhne
  • SONDERZAHLUNGEN:  Nein
  • MONATS-/STUNDENLOHN:  Monatslohn

(Quelle: «Bundesamt für Statistik, BFS»)

Weiteres Beispiel Biomedizinische Analytikerin mit eidg. anerkanntem Diplom: CHF 1.16 Mio. mehr Lohn bis zur Pensionierung

Die 23-jährige Sybille arbeitet als Laborantin EFZ Fachrichtung Biologie in einem Labor für Arzneimittelkontrollen in Bern. Die Tätigkeit in der Zulassungsprüfung von Arzneimitteln und Medizinprodukten gefällt ihr sehr gut. Sybille untersucht Organismen, deren Aufbau und Entwicklung sowie die Wechselwirkung mit Wirkstoffen oder der Umwelt. Dazu arbeitet sie mit Mikroorganismen, Zellen, Tieren und Pflanzen, um die Art und Funktionsweise lebender Systeme auf verschiedenen Stufen der Wirkung zu ergründen. Sybille setzt für Ihre Arbeit Chemikalien, Messgeräte und verschiedene Apparate ein. Ihre genaue, systematische und stets hygienisch einwandfreie Arbeitsweise wird im Labor sehr geschätzt. Sybille hat es sich zum Ziel gesetzt, sich beruflich in Richtung Krankheitsdiagnostik und -therapie weiterzuentwickeln. Als Biomedizinische Analytikerin könnte Sie Proben von Gewebe-, Zellen- und Körperflüssigkeiten untersuchen. Dadurch lassen sich krank machende Bakterien, Viren oder Parasiten identifizieren. Sybille macht eine Weiterbildung als Biomedizinische Analytikerin an einer höheren Fachschule. Dort eignet sie sich Kenntnisse in klinischer Chemie / Immunologie, Hämatologie / Hämostaseologie, Histologie /Zytologie, Immunhämatologie, Transfusionsmedizin und Mikrobiologie an. Mit dem HF-Abschluss kann Sybille in einem dieser Gebiete für das Gesundheitswesen einer wichtigen Labortätigkeit im Bereich der Krankendiagnose und -therapie nachgehen oder in der Forschung tätig sein. Mit dem HF-Diplom in Biomedizinischer Analytik kann sie die Zuständigkeit für eines oder mehrere Fachgebiete übernehmen. In den zuständigen Bereichen sorgt sie für die Einhaltung der Gesetztes-Vorgaben, Datenschutz, Umweltschutz, Sicherheit und Hygiene. Sybille hat künftig bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, zahlreiche Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einen höheren Verdienst. Die HF-Weiterbildung zahlt sich also in jedem Fall aus.

Finanzieller Nutzen der Weiterbildung Biomedizinische Analytikerin

Sybille wird als Biomedizinische Analytikerin monatlich CHF 2’510 mehr Lohn erhalten als vorher und dadurch bis zu ihrer Pensionierung mindestens CHF 1.16 Mio. mehr zur Verfügung haben, als wenn sie diese Weiterbildung nicht gemacht hätte.

Da in dieser theoretischen Berechnung keine weiteren Lohnerhöhungen, Beförderungen und Sparzinsen berücksichtigt sind, kann der Lohn sich noch deutlich steigern.

Berechnung im Detail

Weiterbildung Biomedizinische Analytikerin HF:

  • 2 Jahre, berufsbegleitend
  • Einschreibegebühr: CHF 150
  • Semestergebühren, Materialkosten: CHF 3’600
  • Lohnausfall während dem zweijährigen Vollzeitstudium: CHF 131’352 (2 x 13 x CHF 5’052)
  • Praktikumslöhne während der Ausbildung: CHF 28’000
  • Total Ausbildungskosten: CHF 107’102 (Ausbildungskosten plus Lohnausfall minus Praktikumslöhne = CHF 150 + CHF 3’600 + CHF 131’352 – CHF 28’000)

Lohndifferenz und Renditeberechnung:

  • Lohndifferenz zwischen der Stelle als Laborantin EFZ Fachrichtung Biologie und der Stelle als Biomedizinische Analytikerin: CHF 7’562 - CHF 5’052 = CHF 2'510 pro Monat und CHF 32'630 pro Jahr (13 x CHF 2'510 = CHF 32’630)
  • Die gesamten Ausbildungskosten von CHF 131’352 holt sie mit dem höheren Lohn als Biomedizinische Analytikerin in 4 Jahren wieder herein (CHF 131’352 / CHF 32’630 pro Jahr = 4 Jahre)
  • In den verbleibenden 39 Jahren bis zu ihrer Pensionierung (25 bis 64) werden sich diese Mehreinnahmen auf CHF 1'272’570 summieren (39 x CHF 32’630 = CHF 1'272’570)
  • Wenn man von diesen Mehreinnahmen die Ausbildungskosten Biomedizinische Analytikerin abzieht, bleibt eine Summe von rund CHF 1'165'468, die ihr zusätzlich zur Verfügung steht (CHF 1'272’570 – CHF 107’102 = CHF 1'165'468)

Quellen:

  • Die Ausbildungskosten entsprechen einem Mittelwert der angebotenen Lehrgänge in der Deutschschweiz.
  • Die Löhne wurden im Lohnrechner des Bundes www.salarium.ch mit folgenden Einstellungen erhoben:
  • Berechnungen als Laborantin EFZ Fachrichtung Biologie vor der Weiterbildung:
    • Region: Espace Mittelland
    • Branche: 86 Gesundheitswesen
    • Berufsgruppe: 31 Ingenieurtechnische und vergleichbare Fachkräfte
    • Stellung im Betrieb: Stufe 5 ohne Kaderfunktion
    • Wochenstunden: 42 Stunden
    • Ausbildung: Abgeschlossene Berufsausbildung
    • Alter: 23 Jahre
    • Dienstjahre: keine Angabe
    • Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte
    • 12/13 Monatslohn: 13 Monatslohn
    • Sonderzahlungen: nein
    • Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
    • Resultat: Zentralwert (Median) von CHF 5’052
  • Berechnungen nach der Weiterbildung an der höheren Fachschule als Biomedizinische Analytikerin:
    • Region: Espace Mittelland
    • Branche: 86 Gesundheitswesen
    • Berufsgruppe: 32 Assistenzberufe im Gesundheitswesen
    • Stellung im Betrieb: Stufe 1+2 Oberes und mittleres Kader
    • Wochenstunden: 42 Stunden
    • Ausbildung: Höhere Fachschule
    • Alter: 25 Jahre
    • Dienstjahre: keine Angabe
    • Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte
    • 12/13 Monatslohn: 13 Monatslohn
    • Sonderzahlungen: nein
    • Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
    • Resultat: Zentralwert (Median) von CHF 7’562

(Alle Angaben Stand Mai 2020)

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