Wie verläuft eine Hypnotherapie?
Wie verläuft eine Hypnotherapie?
Bevor der Hypnotherapeut / die Hypnotherapeutin ihre oder seine Klienten in Trance versetzt, erfolgt eine Anamnese, bei der der gegenwärtige Zustand, Wünsche und Ziele angesprochen und Fragen bezüglich der Hypnose und der Vorgehensweise an sich gestellt werden. Nach diesem Einführungsgespräch leitet der Hypnotisier / die Hypnotiseurin die Tranceinduktion ein, die indirekt oder direkt erfolgen kann. Die Hypnosetechniken sind unterschiedlich und werden je nach Klient/in und Therapeut/in verschieden eingesetzt. Die Augenfixation, wie man sie aus dem Fernsehen kennt und in der der Hypnotiseur ein Pendel schwingt, ist nur eine dieser Möglichkeiten. Auch Berührungen, rückwärtszählen, Düfte, … kommen zum Einsatz, ebenso wie die aus den Shows bekannte Blitzinduktion, welche allerdings in der Hypnosetherapie nur selten angewandt wird. Ziel ist es, den Klienten / die Klientin sowohl körperlich, als auch geistig vollständig zu entspannen und das Bewusstsein auszuschalten, so dass das Unterbewusstsein vom Hypnotisand betreten werden kann.
In diesem Zustand der Tiefenentspannung hat der Hypnotisierte Zugriff auf alle Erlebnisse seiner Vergangenheit und kann sein Thema ansprechen und schlussendlich mit Hilfe des Therapeuten / der Therapeutin auflösen. In diesem Zustand ist es auch möglich, störende Verhaltensmuster, fehlgeleitete Vorstellungen, schlechte Angewohnheiten, krankmachende Störungen und tiefsitzende EIgenarten zu erkennen, nach ihrem Auslöser zu fanden und Methoden anzuwenden, die es während der Sitzung und weit darüber hinaus ermöglichen, diese zu beheben und zu verändern. Neue Denkweisen und Verhaltensmuster werden in der Hypnotherapie im Unterbewusstsein verankert und sind von nun an gefühlte Realität. Der Raucher, der sich einer Hypnose unterzieht, ist bereits Nichtraucher, bevor er wieder auf die Strasse tritt, der Frustesser nun Genussesser. Theoretisch jedenfalls. Praktisch bedeutet dies, auch nach der Sitzung durch Selbstsuggestion an seinem neuen Wesen oder Zustand zu arbeiten, bis es tatsächlich Realität ist.