Ausbildung Naturarzt: Was lernt man in einer Ausbildung Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom»?
Ausbildung Naturarzt: Was lernt man in einer Ausbildung Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom»?
ACHTUNG: Interessierst du dich für eine Ausbildung zum «Naturarzt» oder zur «Naturärztin»? – Dann solltest du wissen: Diese Bezeichnungen sind in der Schweiz nicht mehr erlaubt, da die Wortbestandteile «Arzt» und «Ärztin» nur für Personen mit universitärem Studium und Abschluss zulässig sind. Mit der Bezeichnung «Naturheilpraktiker/in» liegst du hingegen genau richtig.
Die Ausbildung zum Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom oder zur Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom vermittelt umfassende Fachkenntnisse und bereitet dich gezielt auf die Berufsausübung vor. Die Inhalte von Lehrgängen, die auf das eidg. Diplom vorbereiten, orientieren sich an den Vorgaben der Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin (OdA AM) und decken folgende Themenbereiche ab:
- Medizinische Grundlagen (mind. 1500 Std., davon mind. 700 Präsenzstd.): Anatomie, Physiologie, Pathologie und schulmedizinisches Basiswissen zur sicheren Beurteilung von Gesundheit und Krankheit
- Spezialisierung in einer Therapierichtung: Wahl zwischen Traditioneller Europäischer Naturheilkunde (TEN), Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Homöopathie oder Ayurveda-Medizin
- Gesundheit, Ethik und Berufsrolle: Auseinandersetzung mit ethischen Fragen, rechtlichen Grundlagen und der Rolle im Gesundheitswesen
- Therapeutische Kompetenzen: Gesprächsführung, Anamnese, Dokumentation und klientenzentriertes Arbeiten
- Praxismanagement und Unternehmensführung: Grundlagen der Selbstständigkeit, Buchhaltung, Marketing und Organisation einer eigenen Praxis
- Praktische Ausbildung: Hospitationen, Praxismodule und begleitete Behandlungen zur Anwendung des Gelernten im realen Umfeld
Der konkrete Lerninhalt kann je nach Schule – über die Wegleitung der OdA AM hinaus – variieren.
Weitere Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber zu Aus- und Weiterbildungen im Bereich Naturheilkunde und Komplementärtherapie.