Ausbildung / Weiterbildung Krankheitsbewältigung: 1 Anbieter

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Tipps und Entscheidungshilfen für die Ausbildungswahl

Krankheitsbewältigung meint eine Vorgehensart beim Erleben bzw. im Umgang mit Erkrankungen oder anderen herausfordernden Lebensabschnitten. Bei der Behandlung und Prävention von Erkrankungen nehmen individuelle Ressourcen bzw. deren Förderung und Stärkung einen zentralen Stellenwert ein. Für eine solche Ressourcenstärkung wird die betreffende Person im Kontext ihrer Lebensphasen sowie Lebenskontext betrachtet.

Erkrankungen, ob vorübergehend, akut oder chronisch, haben einen (zum Teil sehr einschneidenden) Einfluss auf den Lebensstil. Plötzlich sind Patienten auf das medizinische System angewiesen, abhängig durch die regelmässige Einnahme von Medikamenten, konfrontiert mit Reha oder Physio-Besuchen usw. Dies stellt nicht nur eine Herausforderung hinsichtlich der Körperwahrnehmung bzw. Vertrauen in Körper und Psyche dar, sondern auch für das soziale Umfeld. Eine frühe Beratung hilft bei der Bewältigung der subjektiv erlebten inneren und äusseren Belastungen und hat somit einen massgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Personen.

Die Krankheitsbewältigung, auch «Coping» genannt, setzt sich unter anderem mit den Bewältigungsphasen (Schock, Verleugnung, Aggression, Depression, Verhandeln, Akzeptanz) und -Stilen (verleugnender, sinnsuchender, aktiver, sozialer Bewältigungsstil) auseinander.

Fachpersonen, die eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Krankheitsbewältigung absolviert haben, wissen über die verschiedenen Prozesse Bescheid, können diese dem Fall entsprechend anpassen und anwenden. Für Betroffene stellen sie vor allem auch in Kombination mit der Ressourcenstärkung eine wichtige Stütze dar.

Fachpersonen aus den Bereichen Psychologie, Medizin oder verwandten Gebieten, mit entsprechendem Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Erfahrung, die Menschen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen möchten, sind mit einer CAS-Weiterbildung in Krankheitsbewältigung am richtigen Ort.


Fragen und Antworten

Um ein besseres Verständnis für den Prozess der Krankheitsbewältigung zu erhalten, wurden insgesamt 5 Phasen definiert, die helfen sollen zu verstehen, in welcher Situation sich ein Patient gerade befindet.

  1. Schock / Verleugnung: Die Konfrontation mit der Diagnose kann zu einem Schock führen. Es wird in der Regel versucht die “Bedrohung“ zu verleugnen und sie dadurch zu reduzieren, womit sie gleichzeitig aber schrittweise angenommen wird.
  2. Aggression: Diese Phase ist geprägt von Ungeduld, Ablehnung gegenüber Ratschlägen und Therapieangeboten, kombiniert mit Sinnfragen, wie zum Beispiel “Warum ich?"
  3. Depression: Durch die Erkrankung verursachten Funktionseinschränkungen, Veränderung der sozialen Rolle oder auch existenzielle Sorgen können eine Depression begünstigen.
  4. Verhandeln: Verhandeln meint in dieser Phase nicht nur hinsichtlich der Behandlungsmethoden/Ärzten sondern eben auch mit dem eigenen “Schicksal“.
  5. Akzeptanz / Annehmen: In dieser Phase wird die Erkrankung angenommen.

Dabei ist anzumerken, dass es sich bei diesem Krankheitsbewältigungs-Prozess um keinen linearen Ablauf handelt. Vielmehr wechseln sich die Phasen ab, laufen parallel zueinander, wiederholen sich oder manchmal wird auch eine Phase übersprungen.

Unter dem Begriff der Krankheitsbewältigung (auf Englisch «Coping») werden Reaktionen und Bemühungen verstanden, die bei der subjektiven Wahrnehmung bzw. Umgang und Anpassung mit Erkrankungen oder anderen Herausforderungen im Leben sowohl von Betroffenen als auch deren soziales Umfeld angewendet werden.

Um einen CAS in Krankheitsbewältigung und Ressourcenstärkung absolvieren zu können ist ein Hochschulabschluss auf Masterstufe im Bereich der Medizin, Psychologie oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich.

Einen Anspruch auf Zulassung besteht nicht und über die definitive Zulassung zur Weiterbildung entscheidet die Studiengangsleitung und Direktion.

Eine CAS-Weiterbildung in Krankheitsbewältigung und Ressourcenstärke eignet sich für ausgebildete Fachpersonen aus der Medizin, Psychologie oder einem anderen Gesundheitsbereich.

Wenn Sie bereits über entsprechende Berufserfahrungen verfügen, ist dies von Vorteil.



Redaktionelle Leitung:

Stefan Schmidlin, Bildungsberatung, Content-Team Modula AG

Quellen

Website des Schweizerischen Sekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI , Website www.berufsberatung.ch (offizielles schweizerisches Informationsportal der Studien-, Berufs- und Laufbahnberatung) sowie Websites und anderweitige Informationen der Berufsverbände und Bildungsanbieter.


Erfahrungen, Bewertungen und Meinungen zur Ausbildung / Weiterbildung

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Universität Zürich
Der CAS „Krankheitsbewältigung und Ressourcenstärkung über die Lebensspanne“ ist Teil des Weiterbildungsangebots der Universität Zürich und wendet sich an Fachpersonen aus Psychologie, Medizin oder einem anderen Gesundheitsbereich. Das Erleben einer Erkrankung oder anderer Herausforderungen im Leben ist für jede Person unterschiedlich. Ziel des multidisziplinären Programms ist die Vermittlung von praxisrelevanten forschungsaktuellen Grundlagen und Techniken der individualisierten Förderung von Krankheitsbewältigung und Ressourcenstärkung bei der Prävention und Behandlung von Erkrankungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf aktuellen Befunden zur Bedeutung verschiedener Lebensphasen und Lebenswelten und ihren Implikationen für die praktische Tätigkeit im Gesundheitskontext.
Region: Zürich
Standorte: Zürich